GOING NORTH

2450 KM
- zu Fuß, von Süd nach Nord, quer durch Kanada nach Alaska.
Eine Spendenaktion für Schulen in Nepal!


Zuerst war es ein Witz, dann wurde es ernst. Es folgte die Bewältigung des Alaska Highway zu Fuß – 2450 KM Strecke von Kanada nach Alaska.


Geplant in 2 Jahren, und Durchgeführt in 72 Tagen. Die Bewältigung des Alaska Highway, der ehemaligen Armeeverbindungsstraße quer durch Kanada nach Alaska hatte jedoch noch viele weitere Probleme parat. Die Auseinandersetzung mit der Tourplanung, Equipmenttechnik, das körperliche Vorbereitungstraining und die Transportfrage waren nur der Anfang. Es folgten Fehlleitungen des Gepäckes und dessen Beschädigung beim Transport, die Auseinandersetzung mit den Gefahren, verbindungstechnische Probleme und weiteres. Es schien kein Ende zu nehmen. Der Beginn der Tour barg die Erlösung von täglicher Arbeit, Training, Sponsorengesprächen und Planung.

Jetzt waren wir mittendrin. Es sollte sich zeigen, wie gut oder wie schlecht geplant wurde. Die täglichen Probleme mit der Lagerplatzsuche, dem Zeltaufbau, dem Kochen, der Kälte und den extremen Witterungsbedingungen waren bald vergessen. Es folgte das pure sein.
Ausgebrannte Autowracks, und halsbrecherische Fahrer trafen uns ebenso wie der nähere Kontakt mit der einheimischen Tierwelt, den Internetproblemen im Headquarter in Deutschland und Überlastungsschäden.Vom inneren Schweinehund geplagt ging es jeden Tag weiter. Gezogen vom Willen es zu schaffen, vom Sieg über den Körper, der Überwindung der Schmerzen.
Pannen am Gepäckwagen, ausgebrannte Wracks, Wasserprobleme, Unterkühlungen, Verbrennungen, ....... Geplagt von Moskitos, Streit im Team, dem hohen aufkommen von Touristen (gerade in der heißen Phase) und dem Zwang neu gewonnene Freunde verlassen zu müssen. Durch Schnee, Regen und Hagel, vorbei an straßenblockierenden Bisons, Steinadlern, Bergziegen, Wölfen  und Bären. Die Psyche wurde täglich malträtiert. Die innere Einstellung, der Wille zur Leistung litten, und mussten immer wieder aufgebaut werden. Von Enttäuschungen gejagt und von der Flexibilität geplagt. Aus dem Schnee ging es heraus in die Hitze des Sommers.

Tageskilometerleistungen von 30 bis 72 brannten sich in Körper und Geist ein. Erschöpfung, Schweiß und Blut waren an der Tagesordnung. Treffen mit Namhaften Extremreisenden wie Thomas Meixner und Tillman Waldthaler, aber auch mit Jan, Jeff und Yakuza sowie all den „namenlosen“ Wanderern brachte uns in eine Gemeinschaft.

Unterstützt von Sponsoren und einer handvoll Kanadier und Alaskaner wurde die Strecke bewältigt. Belächelt von vielen, unterstützt von wenigen, bergauf und bergab, gegen den Strom der Normalität zog sich so unser Weg quer durch Kanada nach Fairbanks, dem inoffiziellen Ende des Alaska Highway.